About_2017_01_04

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“Photographs Modified by Bacteria”

von Ron Geipel zeigt die Synergie aus klassischer analoger Fotografie in Verbindung mit organischen Strukturen aus Mikroorganismen.

Das Projekt steht für Leben und Chaos, für einen kreativen Prozess, aber auch für eine destruktive Auslöschung.

 

Die Bakterien auf dem analogen Filmmaterial ernähren sich von den verschiedenen organischen und chemischen Schichten der Filmemulsion. Zur Digitalisierung werden die Fotos aus dem aktiven Prozess genommen, und mit speziellen Objektiven hochauflösend in 260 Mega Pixel aufgenommen. Der Prozess ist abgeschlossen wenn das organische Material der Filmemulsion aufgefressen ist. Das Bild ist dann fast weiß bzw. durchsichtig, die Bakterienkolonien verhungern und sterben ab.
Dieser Verrottungsprozess ist selbst nach jahrelangen Studien und Testphasen mit diversen Bakterienstämmen in unterschiedlichsten Lebensumgebungen schwer zu kontrollieren. Chaos und Zufall sind dabei die ausschlaggebenden Komponenten.

 

Ron Geipel entwickelte seine fotografischen Fähigkeiten und Visionen in den 90er Jahren. Er zeigte seine Arbeiten bei diversen Veranstaltungen und benutze dabei überweigend modifizierte Diaprojektoren. 2002 begeisterten ihn die neuen digitalen Möglichkeiten, er fokusierte sich auf Bewegtbild und gründete darauf ein Motion Design Studio. 2014 kehrte er zur analogen fotografie zurück und verbindet es seit dem mit seinem Interesse an Mikroorganismen.

“Photographs Modified by Bacteria”

from Ron Geipel shows the synergy of classical analogue photography in combination with organic structures made from micro-organisms such as bacteria.

The project contains themes of life, chaos, transformation, and ends portraying a destructive process of obliteration.


Bacteria put on classical analog film material is reproduces itself by eating the different organic and chemical elements of the film emulsion. For digitalization, the images are taken out of the active process and captured with special lenses allowing high resolution around 260 mega pixels.
When the process comes to the end, the organic material of the film is completely eaten, the image becomes white or transparent, and the colonies of bacteria starve and die.
Chaos and randomization are the biggest attributing factors of this process of decomposing after testing and study for years.

 


Ron Geipel developed his skills and vision as a photographer in the 90s. He presented his works at various events a nd displayed the visuals with modified slide projectors. In 2002, he was spirited by the new digital possibilities and began to focus on moving images and film, which led him to found his own motion design studio. In 2014, he returned to analog photography and combined it with his revived interest in the usage of microorganisms.